Die Erlebnis-DVDIhre Fahrt in Bild und Ton

Ballonfahrt Kiel – Muxall-Ottendorf

in Ballonfahrt-Berichte

Ballonfahrt Kiel am 16.7., Abendfahrt. Wir starten, sozusagen am Vorabend einer länger andauernden Hitzewelle, nicht aus dem Werftpark, denn da ist gerade Circus. Apropos Circus: das kleine Streifenzelt, neben das wir vom verbleibenden Platz und auch von der Optik ganz hervorragend passen würden ist, vom Projektcircus UBUNTU, dessen laufendes Programm wir natürlich nicht stören wollen und dürfen. Gerne stören lässt sich dagegen Bernd vom Hof Steffen in Muxall, der heute neben dem Fleisch aus eigener Schlachtung und dazu passenden Kochkursen heute auch eine geniale Startwiese für uns im Angebot hat. Auch Uli ist als Quasinachbar aus Probsteierhagen sofort angetan vom Start vor der eigenen Haustür. Als wir nun so leichtsinnig ( leichten Sinnes Fröhlich/Erfreut ) an den Abendhimmel aufsteigen wird die Welt unter uns kleiner. Wir zoomen heraus aus der Probstei, doch beginnen wir erst ab etwa 2000 Fuß mit der lateralen Entfernung von den malerischen Kasseeteichen. Keine Angst, die Seen der Probstei werden die nun anstehende Hitzewelle, die hier und da als beispiellos und noch nie dagewesen ergänzt wird, schadlos überstehen. Allerdings werden die Wälder bereits Anfang August einen herbstlichen Anblick bieten. Und da das Wetter nun einige Wochen abgeschafft, beziehungsweise erheblich reduziert wird: Morgens wird es hell, dann wird es heißer, Abends wird es dunkel, und falls der Seewind ausfällt, bleibt das so warm. Ist ja top zum Ballonfahren, (welches ja genialerweise Morgens oder Abends stattfindet – den einzigen Tageszeiten, die momentan außerhalb der aus Spanien importierten Siesta liegen) allerdings muss die ohnehin schon warme und damit leichte Luft in der Ballonhülle noch einmal so weit erwärmt werden, dass sie das Ballongerät nebst Gästen und schließlich Pilot(in) tragen kann. Das Thema Fernsteuerung wird bereits mit Uli, der ja bekanntlich den ersten (also allerersten und aktuell auch einzigen) Fernsteuerballon Schleswig-Holsteins gebaut, zugelassen und regelmäßig in die Luft bekommen hat, eingehend diskutiert. Bis dahin wird gefastet, halb nackt gefahren und überhaupt ein größeres Augenmerk auf das mitgebrachte Gewicht der einzelnen Mitfahrer gelegt. Doch irgendwo noch unter dreißig Grad ist dann doch Schluss mit lustig und diesem Schlagwortgeschreibsel, einige sollen ja bereits der Sonne mit dem Anwalt gedroht haben. Live (BALLONFAHRT-Kiel ist immer live voll in Farbe und mittendrin – schwer nachzuvollziehen, dass währenddessen so unentwegt auf dem Smartphone gedaddelt werden kann, naja einige legen das Ding wahrscheinlich auch beim FLIEGEN nicht aus der Hand oder gesendet von meinem IPhone, aber ich war grad nicht bei der Sache) Live also überqueren wir die Förde in Richtung Kronshagen. Anschließend und noch vor dem Projensdorfer-Gehölz gehen wir tiefer um herauszufinden, was unser Freund, der Seewind, heute im Programm hat. Doch Fehlanzeige – windmäßig ist hier genauso tote Hose wie verkehrsmäßig auf dem benachbarten Regionalhochsicherheitsflughafen Kiel-Holtenau. Also geht’s mit dieser Erkenntnis wieder auf die ursprüngliche Höhe und der gemeinsame Plan mit unserem Verfolger ist: hinter dem Nord-Ostsee-Kanal eine Wiese vor Alt-Wittenbek, Landung ohne nennenswerte Geschwindigkeit. Soweit der Plan, jetzt kommt der Freund, (und das hebelt eigentlich die Idee mit dem selbstfahrenden Ballon ganz grundsätzlich aus, denn dann wäre ja einer weniger an Bord, der das mit Sicherheit unbeschreiblich findet) der Seewind lässt uns noch über Suchsdorf und vor dem Kanal links abbiegen. Wir genießen ungetrübt das Privileg der Aeronauten, jedem aber auch wirklich jedem in den Garten schauen zu dürfen. Bei Dr. Oetker in Bielefeld soll es da schon mal Diskussionen gegeben haben, also genauso wie bei Gloria von Doppel-T: nur gucken, nicht anfassen. Wir haben einen genialen Blick auf das Gutshaus von Schwartenbek, sozusagen Feiner Fahren und danach eine fünf Knoten Bilderbuchknickfahrt zum Stoppelfeld vor Ottendorf. Ein jugendlicher Schlaumeier (welcher hoffentlich in jedem von uns noch ein bisschen lebendig ist), der nach anfänglichem Staunen kurz in die gut auswendig gelernte „Ballone sind hier nicht erwünscht Rhetorik“  verfällt, weiß allerdings auf die Frage,  – welch großartigeren Moment solch ein wunderbares Stoppelfeld erfahren könne als im malerischen Sonnenuntergang durch einen sanft darauf landenden riesigen  Ballon beglückt zu werden, ad-hoc keine rechte Antwort. Und sieht schnell ein: wenn man auf dem falschen Dampfer ist, besser kleine Brötchen backen als nachheizen – das gilt natürlich immer für beide Seiten.    Andreas Kühl

 

Kommentar-Feed abonnieren

Ihr Kommentar oder Ihre Frage

Kommentarregeln: Die Kommentare zu den Inhalten geben nicht die Meinung von A.O.Ballonreisen wieder. Wir behalten uns vor, sie zu kürzen oder zu löschen. Das betrifft auch Kommentare, die zu sehr vom Thema des Inhalts abweichen (OT). Kommentatoren, die gegen unsere Leitlinien verstoßen, werden gesperrt oder unter Moderation gestellt. Wir bitten unsere Leser, uns entsprechende Kommentare über das Kontaktformular zu melden. Kommentare, die mehr als zwei Links enthalten, gehen automatisch in Moderation. Und nun viel Spaß. Vielen Dank für Ihren Kommentar!

Bitte tragen Sie Ihre Daten ein

(wird nicht veröffentlicht)

Spam | Papierkorb

Bitte empfehlen Sie uns weiter.

Inhalt drucken