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Ballonfahrt Holsteinische Schweiz – Plön-Zarnekau

in Ballonfahrt-Berichte verschlagwortet mit

Ballonfahrt Holsteinische Schweiz am 3.6. Pünktlich zur Ballonzeit meldet sich die Sonne zurück, die Sicht ist ohnehin so gut wie bei den letzten beiden Ballonfahrten zusammengenommen. Der schwache Westwind lässt uns heute mal andersherum auslegen. Majestätisch steigt der Ballon wenig später langsam über die Baumwipfel. Auf den Fenstern des nächsten Hochhauses kaleidoskopartig zerlegt und bewegt unser Spiegelbild. Unendlich viele rot-weiße und rot-weiß-blaue Ballonfragmente bilden ein sich ständig veränderndes Gesamtbild. Das aber keinen Ballon ergeben will – Irre.

Phantastisch auch die sich in alle Himmelsrichtungen entrollende Leinwand mit dem Bild einer einmaligen Seenlandschaft darauf. Der Blick wird unweigerlich an den Horizont gezogen. Nur um Augenblicke später wieder in den Details schräg unter uns zu versinken. Stadtheide – Kleveez und Kreuzfeld, Heimat unseres heutigen Publikums in den ersten Reihen. Nun folgt eine große Sandkuhle mit privatem Baggersee. Doch allem Anschein nach ganz menschenleer. Über dem sich anschließenden Waldgebiet verschaffen wir uns nun weiter oben einen noch größeren Überblick und im Hinblick auf die Landung einen gültigen Plan. Das Ziel steht fest! Der Verfolger weiß Bescheid!

Wir widmen uns nun der Eroberung der Dächer und Zinnen von Eutin. Die winkenden Menschen unter uns wie in einem großen Suchbild. Schwierig wird’s, wie sonst auch, wenn jemand hochruft. Nah am Eutiner Schloß beginnt auch für uns der zugehörige See, der bei einer Geschwindigkeit von 15 Knoten auch längs nicht allzu lang erscheint. Redderkrug 700 Fuß 13 Knoten. Vor Zarnkau nur Felder und eine Reihe schmaler Wiesen quer zur Fahrtrichtung. Das ist ansprechend und zugleich anspruchsvoll, was die angesagte Landung betrifft.

Hinter dem nächsten Wäldchen widmen wir uns der Kontur. Doch statt wie von dem einen oder anderen Mitfahrer vermutet – mitten im Raps oder gar der Tannenschonung zu landen – reduzieren wir so lediglich unsere Geschwindigkeit. Das wir dabei unser Ziel zwar eine ganze Zeit lang aus den Augen, nicht jedoch aus dem Sinn verlieren, erhöht den Überraschungseffekt später erheblich. ´Die Wiese´ bietet neben der äußeren Umzäunung bei näherer Betrachtung noch einige weitere beachtenswerte features. Eine weitere Zaunteilung quer und mittig verkürzt die nutzbare Landestrecke auf die Hälfte. Doch das Landen sollte man entschieden positiv angehen.

So gesehen haben wir nicht nur eine sondern zwei mögliche Landewiesen. Das Zaunspringen haben wir vor der Schonung schon am Wildzaun geübt. 6 Knoten kann man schließlich auch zu Fuß. Die Ackergeräte, Anhänger und Holzhaufen im linken Teil bilden also neben der Eiche voraus und dem Tümpel rechts nur den Rahmen um ´die Ballonlandestelle´. Als kurz vor erreichen der Koppeln auch noch die Haube eines weißen Landrovers vor dem verschlossenen Tor auftaucht wissen wir: Hier sind wir genau richtig.

Dank des technisch ausgereiften Entleerungssystems im Top der Hülle steht der Ballonkorb wenige Meter nach dem ersten Aufsetzen dicht hinter dem Mittelzaun. Es bleibt dicke Platz, um anschließend die Hülle abzulegen. Norberts Verfolger heute ein erfahrener Panzerknacker, der mal eben und um zu zeigen das er noch nicht zum ´Alten Eisen´ gehört das verschlossene Koppeltor mit bloßen Händen öffnet. ´Schäkel sei Dank´ kann also die Schlüsselsuche im Ort sofort wieder abgesagt werden. Unsere Ballonfahrt Holsteinische Schweiz heute:  Zarnekau mit Ansagen.   Andreas Kühl

 

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