Ballonfahrt von zu Hause – Stadtbek-Kronsee
Eine Ballonfahrt von zu Hause in Stadtbek am südlichsten Zipfel vom Plöner See. Gleich die zweite Fahrt im August und gleich am zweiten. Hier müsste man nicht einmal einen langen Hals machen, um das Plöner Schloss zu sehen, geschweige denn in die Luft gehen. Doch einige Nachbarn haben sich zusammengefunden, um genau das zu tun. Die eigene Scholle von oben sehen ist beim Start der Ballonfahrt von zu Hause immer gegeben. Nach dem Abheben geht es zunächst tief und langsam in südlicher Richtung über die Startbrache. In der Höhe (egal welcher) könnten wir etwas von dem gebrauchen, wovon es gestern noch reichlich gab: Wind. Wir machen uns auf die Suche und erst in 1300 Metern werden wir fündig. Mit knapp zehn Knoten geht es definiert in Richtung Ascheberg.
Die Ballone südlich von Kiel haben offensichtlich ein ganz ähnliches Windprofil. Vor dem Westhorizont sind Luftkugeln in etwa auf gleicher Höhe unterwegs. Zweimal haben wir den Plöner See unter uns und in Erwartung eines schwachen Nordwindes in Bodennähe wie beim Start, steigen wir ein Stück hinter den Häusern Aschebergs ab. Pustekuchen: Südwest, 2-3 Knoten. Damit haben wir die geplanten Wiesen hinter uns, driften stattdessen parallel zum Verlauf der Schwentine auf den Kronsee zu. Dicht über einem letzten Maisfeld peilen wir noch vor einer Leitung einen Fahrweg auf der aller letzten Wiese an. Und passt. Passt der Landwirtin allerdings eher weniger, die sich angesichts des Ballones gleich auf den langen Fußweg um den Mais macht, um uns gehörig die Meinung zu sagen.
Andreas Kühl
