Ballonfahrt Plön – Krems ll

Angenehm ruhige Bedingungen für eine Ballonfahrt Plön. Gut versteckt, auch vor dem Nordwind, starten wir am Fuß des ersten von zwei bewohnten Riesenfelsen, den Großen See vor uns. In der Höhe gut 10 Knoten, doch über der heute smaragdgrünen Wasserfläche geht jedes Gefühl für Geschwindigkeit verloren.

Im Norden von Kiel noch drei weitere Ballone hinter blankpolierten Wasserflächen, wie Stecknadelköpfe, nur noch viel kleiner. Tief unter uns eine Vogelinsel, dahinter Bosau. Über einem der zahlreichen Campingplätze erreichen wir das Südufer. Unten großes HALLO – wunderbares Badewetter; oben fleißiges Winken – prima Ballonwetter. Und das Beste: wir haben noch nicht mal die Hälfte der Fahrzeit hinter uns und noch zwei weitere Seen voraus. Als erstes der Seedorfer See mit den Zentren Seedorf, Schulbusch und Berlin. Vor den Dächern von Schlamersdorf steigen wir höher, Kurs Segeberg – und tatsächlich befreit sich das Bad allmählich aus dem Dunst. Nehms, wir gehen wieder tiefer, Freudenberg und der Nehmser See rechts von uns. Jetzt ist auch der Kalkberg gut zu erkennen, doch ganz so weit werden wir nicht mehr kommen.

Leider landen! Die einladenden Stoppelfelder von Gut Müssen (gerade produzieren die hin- und herfahrenden Erntemaschinen einen riesigen Ballonlandeplatz) lassen wir noch hinter uns. Denn gleich hinter dem Wardersee wartet eine Bilderbuchwiese auf uns. Eine dazu passende Landung ist heute obligatorisch und kaum dass der Korb irgendwann in der zweiten Woche zum Stehen kommt, steht auch schon Franka (jetzt etwas höher als wir) an der Einfahrt. Daneben das Ortsschild: Krems II, ein schnöder Name für so einen malerischen Platz.

 

Andreas Kühl