Ballonfahrt Neumünster – Buckener Au
Ballonfahrt Neumünster – am Platz bereits emsige Vorbereitungen für das Flugplatzfest am Wochenende. Aufgrund der Windsituation ist ein Start im Osten der Stadt geplant.
Gut Alt Bokhorst bietet einen geschützten Startplatz an diesem recht bewegten Abend. Ein unerwarteter Ausfall und eine sonst eher leichte Besatzung werden durch vollen Einsatz wettgemacht und irgendwann steht der Windbeutel startbereit. Wir heben ab, über’s Hollenbeker Holz , Kurs Neumünster: Fabrikgebäude, Schornsteine, ein Sendemast – wie auf Schienen fahren wir am Flugplatz entlang und beobachten das Geschehen aus der ersten Reihe. Uli ist mit den anderen Verfolgern auch bereits auf Höhe des Platzes. Unter uns wird die Landschaft gleichmäßig weitergezogen; wir stehen, staunen und genießen! Schon ist da Aukrug auf dem Flickenteppich aus Wiesen, Wäldern und Feldern.
Immer wieder freundliche Einladungen: zum Grillen, zum Bier, zum Landen. Doch unsere Reise geht weiter und hinter Homfeld sehen wir uns selbst in einem Ballon, der über Seen und Teichen der Sonne folgt. Schräg voraus auf der nächsten Hügelkette: Hohenwestedt; unser Abendrot . Etwas weiter südlich: Grauel, unsere Richtung. Davor eine tiefe Ebene mit vielen Wiesen an der Buckener Au – unser Ziel.
Wir gehen tiefer und der Korb taucht zuerst in die langsame Bodenschicht ein. Ein deutlicher Gegenwind ist zu spüren, willkommene Luftbremse für eine sanfte Landung.
Bereits an den ersten hübschen Blumen setzt der Korb kurz auf. Getorft? Oder doch noch eine Bö? Kaninchengleich hoppeln wir bis über den nächsten Graben, interessante Landetechnik. Nicht gerade elegant, aber umso amüsanter für die Mitfahrer scheint’s: Montag … Dienstag … Mittwoch … nach etwa vierzehn Tagen erreichen wir den gemähten Part und ein Teil der inzwischen gänzlich gelockerten Besatzung kann aussteigen und an die Kronenleine.
Lange nach Landung und Rückfahrt geht die Fahrt in Gedanken noch immer weiter – schöne Weiterfahrt.
Andreas Kühl
